Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Jahreswechsel 2025/2026 in Hessen überwiegend ruhig und friedlich verlaufen

Roman Poseck: „Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass auch diese Silvesternacht in Hessen weitgehend friedlich und sicher verlaufen ist. Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz.“

Eine Erste Bilanz zeigt, dass die Silvesternacht mit Blick auf die Sicherheit in Hessen weitgehend friedlich verlaufen ist. Innenminister Roman Poseck erklärte dazu heute Morgen:

„Ich wünsche den Menschen in Hessen zunächst ein frohes und gesundes neues Jahr.

Auch in dieser Silvesternacht waren hunderte Polizeibeamte für die Sicherheit der Bürger in Hessen im Einsatz. Nach einer ersten Einschätzung ist der Jahreswechsel weitgehend friedlich verlaufen. Dank des umsichtigen Handelns der Bürger und des besonnenen, aber auch konsequenten Handelns der Polizei konnten die Menschen sicher feiern und das neue Jahr friedlich begrüßen.

Es kam erwartungsgemäß zu silvestertypischen Straftaten, wie Schlägereien, Körperverletzungsdelikten und Bränden, oftmals ausgelöst durch Feuerwerkskörper, jedoch blieben größere Zwischenfälle in der Silvesternacht glücklicherweise aus. Die akribische Vorbereitung der Polizei und die erarbeiteten Sicherheitskonzepte haben sich bewährt. Mehr Polizeipräsenz, verstärkte Kontrollen und konsequentes Vorgehen bei Verstößen bspw. gegen das Böllerverbot haben auch in diesem Jahr für Sicherheit gesorgt.

Neben der Polizei sind auch Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in der Silvesternacht zum Schutz der Bevölkerung im Einsatz gewesen. Allen Einsatzkräften danke ich an dieser Stelle für ihren unermüdlichen Einsatz. Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass auch diese Silvesternacht in Hessen weitgehend friedlich und sicher verlaufen ist.

Leider hat es aber auch in dieser Silvesternacht wieder Würfe von Böllern und Pyrotechnik auf Einsatzkräfte und deren Einsatzwagen gegeben. Nach aktuellem Stand wurden 14 Polizisten im Rahmen der Einsatzmaßnahmen zum Jahreswechsel verletzt. Acht Beamte waren nicht mehr dienstfähig. Glücklicherweise handelt es sich dabei um eher leichte Verletzungen, wie eine leichte Verbrennung am Ohr, eine Prellung des Fußes, zwei Augenverletzungen durch Funkenschlag, eine Schulterverletzung, ein Schlag ins Gesicht und mehrere Knalltraumata.

Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte verzichten aufs Feiern, um die Sicherheit anderer zu gewährleisten. Dieser Einsatz verdient Anerkennung und Respekt. Es ist daher völlig unverständlich und inakzeptabel, dass Einsatzkräfte gerade an Silvester immer wieder mit Pyrotechnik beschossen und sogar schwer verletzt werden. Einen derart gravierenden Vorfall wie beim Jahreswechsel 2024/2025, als von einer Fußgängerbrücke in der Frankfurter Nordweststadt ein E-Scooter auf ein Polizeiauto geworfen wurde, hat es in diesem Jahr nach dem derzeitigen Stand zum Glück nicht gegebenen. Dennoch ist jeder einzelne Angriff auf Einsatzkräfte einer zu viel und völlig inakzeptabel.

Ich begrüße es daher sehr, dass die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg bringen will, um den Strafrahmen bei Übergriffen auf Einsatzkräfte zu verschärfen. Eine strengere Bestrafung ist ein zentraler Schritt, um gegen diese Angriffe vorzugehen und für mehr Abschreckung zu sorgen. Hessen fordert bereits seit längerem eine höhere Mindeststrafe bei Angriffen auf Einsatzkräfte. Ich will es deutlich sagen: Wer Einsatzkräfte angreift, sollte aus grundsätzlich mit einer Gefängnisstrafe rechnen müssen. An dieser Stelle braucht es auch die Härte des Rechtsstaats. Daneben ist es aber auch wichtig, eine Kultur des Respekts in unserer Gesellschaft zu fördern. Einsatzkräfte sind Helden des Alltags, die rund um die Uhr für unsere Sicherheit sorgen und oft ehrenamtlich Menschenleben retten. Sie verdienen die uneingeschränkte Wertschätzung und Rückendeckung der gesamten Gesellschaft. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, sie bestmöglich zu schützen.“

Hessenweite Kontrollen zum Jahreswechsel

In der Silvesternacht wurden über 2.200 Personen kontrolliert; 120 Personen festgenommen und über 100 Gegenstände sichergestellt, darunter Schreckschusswaffen, Messer und F3 und F4 Pyrotechnik sowie Betäubungsmittel.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand gibt es bei dem Tötungsdelikt in Wiesbaden keinen unmittelbaren Bezug zur Silvesternacht. Hierzu wird auf die gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden und des Polizeipräsidiums Westhessen verwiesen.

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