Hessische Staatskanzlei

Ministerpräsident Boris Rhein zum Tod von Josef Buchmann

„EIne außergewöhnliche Persönlichkeit, die Hessen über Jahrzehnte geprägt hat"

Ministerpräsident Boris Rhein hat mit großem Bedauern auf den Tod des Frankfurter Unternehmers und Mäzens Dr. h.c. Josef Buchmann reagiert. „Mit Josef Buchmann verliert Hessen eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die das Land und vor allem die Stadt Frankfurt über Jahrzehnte geprägt hat. Zahlreiche Projekte, die heute zentral zu Frankfurt gehören, sind mit seinem Namen verbunden, darunter das Nordwestzentrum und das Shell-Hochhaus. Darüber hinaus setzte er sich mit großer Tatkraft für Bildung, Wissenschaft, Kultur und das Gemeinwohl ein“, sagte der Regierungschef. 

Lebensweg und gesellschaftliches Engagement gewürdigt

Sein Wirken wird über seinen Tod hinaus sichtbar bleiben – in der Frankfurter Skyline ebenso wie in den vielen Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturprojekten, die er unterstützt hat.

Boris Rhein Ministerpräsident

Rhein würdigte Buchmanns Lebensweg und sein gesellschaftliches Engagement. „Josef Buchmann hat den Holocaust überlebt und sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt eine neue Existenz aufgebaut. Mit seinem unternehmerischen Wirken hat er Arbeitsplätze geschaffen und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beigetragen. Gleichzeitig war seine Unterstützung vieler Einrichtungen und Projekte Ausdruck seines festen Willens, der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, sagte Rhein und fügte hinzu: „Josef Buchmann war ein Mensch mit großer Tatkraft, unternehmerischem Weitblick und einer tiefen Verbundenheit zu Frankfurt und Hessen. Sein Wirken wird über seinen Tod hinaus sichtbar bleiben – in der Frankfurter Skyline ebenso wie in den vielen Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturprojekten, die er unterstützt hat.“

Biografisches

  • Dr. h.c. Josef Buchmann wurde im Jahr 1931 in Lodz geboren.
  • Er überlebte den Holocaust und kam im Jahr 1945 nach Frankfurt, wo er in das Immobiliengeschäft einstieg.
  • Mit seinem dort erworbenen Vermögen setzte er sich jahrzehntelang für das Gemeinwohl ein und unterstützte unter anderem den Neubau des Zentrums für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am Frankfurter Universitätsklinikum sowie zahlreiche Projekte des Jüdischen Museums Frankfurt.
  • 2011 erhielt Buchmann die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, 2013 wurde er Ehrensenator der Goethe-Universität.
  • 2024überreichte ihm Ministerpräsident Rhein das Bundesverdienstkreuz erster Klasse für sein vorbildliches gesellschaftliches Engagement.